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FAHR-Dokumentation

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Entsprechend den satzungsgemäßen Vereinszielen, die Erinnerung an das Wirken der ehemaligen Landmaschinenfabrik FAHR bei der Bevölkerung und in der Fachwelt wachzuhalten, folgten die Mitglieder des Vereinsvorstandes im Juli 2004 dem Vorschlag unseres Vereinsarchivars, Dr.-Ing. Wolfgang Baader, eine Dokumentation über die Geschichte und die technischen Leistungen der Firma FAHR zu erstellen und beauftragten ihn mit der Durchführung dieses Projektes.

Das Buch mit dem Titel „DAS GROSSE FAHR BUCH", für das die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) -Verlags-GmbH die Gestaltung, die Herstellung und den Vertrieb übernommen hat, ist seit November 2005 unter der ISBN-Nummer 3-7690-0647-x im Handel. Es hat einen Umfang von 256 Seiten, enthält 400 Darstellungen (Fotos, Skizzen ,Tafeln, Tabellen) und kostet 34,90 €.

DAS GROSSE FAHR BUCH

Eine Dokumentation über die Geschichte und technischen Leistungen eines bedeutenden deutschen Landmaschinenunternehmens

Autor: Wolfgang Baader

Coautoren: Wolfgang Kramer und Stefan Fahr

 

InhaltBuch_web

  • Vorwort
  • Geleitwort
Das Unternehmen
  • Unternehmensentwicklung
  • Leitende Persönlichkeiten
  • Konstrukteure
  • Produktionsstätten
Die Produkte
  • Maschinen und Geräte der Gründerzeit
  • Maschinen für die Futterernte
  • Maschinen für die Getreideernte
  • Maschinen für die Futter-, Heu- und Strohbergung
  • Maschinen für Transport, Düngung und Bodenbearbeitung
  • Schlepper
  • Anlagen
  • Innerbetriebliche Umschlag- und Fördertechnik
  • Sonderentwicklungen
  • Qualitätsprüfung
  • Entwicklungsplanung
Traditionspflege
  • Archiv der Familie Fahr
  • Vorstandsarchiv der FAHR AG
  • Verein FAHR-Schlepper-Freunde
  • FAHR-Landtechnik-Archiv
FAHR-Nachfolge
  • Standort Gottmadingen
  • Standort Lauingen
  • Quellennachweis
  • Die Autoren

Vorwort

Aus Anlaß seines 10jährigen Bestehens und 10 Jahre nach Verkauf des FAHR-Werkes Gottmadingen durch KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ an den niederländischen Konzern GREENLAND veranstaltete der Verein FAHR-Schlepper-Freunde vom 27. Juni bis 05. Juli 1998 die Ausstellung "Landmaschinen aus Gottmadingen, gestern - heute - morgen". Die nahezu 10 000 Besucher waren beeindruckt von den in einer Vielzahl von Bildern, Dokumenten und Maschinen gezeigten Zeugnissen aus allen Perioden der 118jährigen Geschichte der Maschinenfabrik FAHR. Der große Erfolg dieser Ausstellung bestärkte die Mitglieder des Vereinsvorstandes in ihrem Bestreben, auch weiterhin die Erinnerung an das Wirken der ehemaligen Landmaschinenfabrik FAHR bei der Bevölkerung und in der Fachwelt wachzuhalten.

Dieses Buch soll dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Nach einer erzählenden Schilderung der Unternehmensgeschichte, verfaßt von Kreisarchivar Wolfgang Kramer, ist der weitere Buchinhalt in Form einer Dokumentation gestaltet. Diese wird zunächst eingeleitet mit einer zusammenfassenden zeitlichen Aufreihung der wichtigsten Ereignisse im Firmengeschehen.

Die Maschinenfabrik FAHR wurde bis 1974 weitestgehend von Mitgliedern der Familie Fahr geleitet. Daher sind deren Lebens- und Tätigkeitsbilder, ergänzt durch die weiterer Persönlichkeiten, die im Aufsichtsrat und im Vorstand tätig waren, mit ihren jeweiligen Verdiensten um das Unternehmen im einzelnen aufgeführt. Diesen Beitrag stellte Stefan Fahr, ein Sohn des letzten FAHR-Generaldirektors, zusammen.

Besondere Erwähnung finden dann die Konstrukteure, die den Erfolg des Unternehmens mitbegründet haben.

Die Vorstellung der Produktionsstätten leitet über zu der ausführlichen Dokumentation der Produkte. Hier sind die verschiedenen Maschinenarten abschnittsweise nach ihrem Verwendungszweck aufgeführt und ihre technische Entwicklung von den Anfängen bis zu der bei FAHR zuletzt erreichten Stufe beschrieben. Besonderer Wert wurde auf die Nennung der errreichten Stückzahlen gelegt; spiegeln diese doch die beachtliche Produktionsleistung wider, die zu allen Zeiten bei den einzelnen Maschinen mit modernster Herstellungssmethode und optimaler Organisation des Fertigungsablaufs erzielt wurde.

Als Grundlage für diese Produktbeschreibung dienten das umfangreiche Bild-, Dokumenten- und Datenmaterial aus dem Vereinsarchiv, Beiträge aus der ehemaligen Werkszeitschrift „FAHR-Nachrichten" und die Auskünfte von früheren Werksangehörigen. Soweit technische Berichte über FAHR-Maschinen bereits zuvor von Zeitzeugen verfaßt und in der Vereinszeitschrift „FAHR-Schlepperpost" abgedruckt worden waren, wurde weitgehend auf diese zurückgegriffen.

Der engere Zeitrahmen der Dokumentation reicht von 1870, dem Gründungsjahr des Unternehmens, bis 1988, als das FAHR-Werk Gottmadingen in den Besitz von GREENLAND überging.

Da aber die klassischen FAHR-Produkte Futtererntemaschinen und Mähdrescher nach wie vor hergestellt und unter dem Namen DEUTZ-FAHR vermarktet werden, zudem mancher Leser gerne wissen möchte, welche Entwicklung sich an den beiden Produktionsstandorten Gottmadingen und Lauingen vollzogen hat, wird in einem abschließenden Kapitel auf die Geschehnisse in der FAHR-Nachfolge näher eingegangen.

Allen, die durch direkte Mitwirkung, bereitwillige Auskunft, Beratung und technische Hilfeleistung zum Gelingen dieses Buches beigetragen haben, möchte ich meinen besonderen Dank aussprechen.

Prof. Dr.- Ing. Wolfgang Baader

Geleitwort

Über 118 Jahre lang wurden von der Firma FAHR in Gottmadingen, später auch in Lauingen, Landmaschinen, und während 27 Jahren in Gottmadingen auch Schlepper gebaut. Es ist ein besonderes Verdienst der FAHR-Schlepper-Freunde, und insbesondere von Prof. Dr.-Ing. W. Baader, daß die wechselvolle Geschichte dieser bedeutenden Firma nicht in Vergessenheit gerät und nun in Form des vorliegenden umfangreichen Buches entsprechend gewürdigt und ausführlich dokumentiert wird.

Die Firma FAHR hat seit den Anfängen im Jahr 1870 die Bauern begleitet und unterstützt, ihre Arbeit durch die Herstellung und Weiterentwicklung von Geräten und Maschinen erleichtert. In diesem Zeitraum hat sich die Produktivität in der Landwirtschaft in kaum vorstellbarer Weise erhöht. Während Ausgang des vorletzten Jahrhunderts, als Johann Georg Fahr I mit der Fertigung landwirtschaftlicher Geräte begann, ein Landwirt etwa 4 Personen ernähren konnte, waren dies etwa 120, als die Fertigung in Gottmadingen von GREENLAND übernommen wurde.

Wie so oft ist der Beginn einer Unternehmensgeschichte vom Pioniergeist und Wagemut des Gründers, hier von Johann Georg Fahr I , geprägt, der sich mit zwei Gesellen und geringen Mitteln selbständig machte. Er begann mit der Herstellung von Geräten für die Innenwirtschaft, wie Futterschneidemaschinen, Handdreschmaschinen und Schrotmühlen, die er auch bald in Nachbarländer exportieren konnte. Maschinen für die Außenwirtschaft folgten, beginnend mit Gabelheuwendern und Grasmähern, die den Grundstein für den Erfolg von FAHR legten. Mit der Spezialisierung auf Erntemaschinen und später auch den Bau von Schleppern ging es weiter aufwärts. 1961 begann die Fertigung des legendären Kreiselheuers, von dem bei FAHR fast

700 000 Stück gebaut wurden.

Die Familie Fahr hat die Landmaschinenfabrik FAHR in drei Generationen von der Gründung bis zur Blüte mit über 4 000 Mitarbeitern geführt, dabei zwei Weltkriege überwunden, aber auch Rückschläge einstecken müssen, vor allem durch das Engagement in Argentinien. 1961 übernimmt KHD 25 % des Aktienkapitals. Dies hatte die Einstellung der Schlepperproduktion bei FAHR zur Folge. Nach Übernahme der Mehrheit der FAHR-Aktien durch KHD und Erwerb der Landmaschienenfabrik KÖDEL & BÖHM GmbH in Lauingen, wird die Mähdrescherproduktion 1970 nach Lauingen verlegt.

FAHR-Maschinen sind eng mit dem süddeutschen Raum verbunden. Die Landmaschinenfabrik FAHR war wichtiger Arbeitgeber im Bodenseegebiet, die Familie Fahr tief verwurzelt in der Region. Sie schuf Arbeitsplätze für Viele, die damit ihre Beziehung zur Landwirtschaft beibehielten. Heuerntemaschinen waren eine wichtige Sparte des Unternehmens, und der Kreiselheuer hat in seiner Einfachheit das Bild der Landschaft im Frühjahr und Sommer geprägt. Die griffigen Firmenbezeichnungen „Kreiselheuer" und später auch „Kreiselschwader" wurden in der Landwirtschaft sogar zum Synonym für zapfwellengetriebene Heuwerbemaschinen.

Der Name FAHR lebt in der jetzigen Produktbezeichnung DEUTZ-FAHR und im Namen der Firma SAME-DEUTZ-FAHR weiter. Das vorliegende Buch ist ein wichtiger Beitrag, die Erinnerung an die bedeutende Landmaschinenfabrik FAHR wach zu halten. Es ist aber auch eine wertvolle Dokumentation über Maschinentypen und Fertigungszeiträume, wie man sie sonst kaum findet.

Ein besonderer Dank gebührt deswegen den Initiatoren und den Autoren, die dieses Buch verwirklicht haben.

Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. H.D. Kutzbach

Institut für Agrartechnik

Universität Hohenheim

 

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