Ventilspiel |
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Für die einwandfreie Funktion des Dieselmotors ist u.a. von besonderer Wichtigkeit, dass genügend Frischluft und die vorgeschriebene, möglichst fein verteilte Menge Kraftstoff zum richtigen Zeitpunkt in den Verbrennungsraum gelangen.
Die Zuführung der Frischluft zum richtigen Zeitpunkt ist nicht zuletzt von den Ventilöffnungszeiten und dem Ventilspiel abhängig. 1. die Einstelldaten kennen, Um die Zusammenhänge richtig zu erfassen, vorab eine kurze Erläuterung über Sinn und Zweck der Ventilsteuerung.
Die Ventilsteuerung
Das Ventilspiel Temperatursteigerung und je nach Werkstoff mehr oder weniger aus. Außerdem treten an den Übertragungsteilen der Motorsteuerung Längenänderungen durch Verschleiß auf. Damit die Einlass- und Auslassventile bei allen Betriebszuständen schließen können, wird zwischen Ventil und Kipphebel Spiel vorgesehen. Das Spiel ist vom Motorenhersteller genau vorgeschrieben und muss mit Rücksicht auf den durch das dauernde Aufschlagen des Kipphebels auf den Ventilschaft und des Ventiltellerkegels auf den Ventilsitz auftretenden Verschleiß bei warmem oder kaltem Motor Ge nachdem, wie es der Motorhersteller vorschreibt) in gewissen Zeitabständen nachgestellt werden. Zu kleines Ventilspiel bedeutet, dass die Ventile bei betriebswarmen Motor nicht ganz schließen könnten. Dadurch entsteht Kompressionsverlust. Das hat zur Folge, dass die heißen Verbrennungsgase zwischen Ventil und Ventilsitzring hindurch blasen. Dieser Vorgang führt dazu, dass der Ventilsitz und das Ventil verbrennen. Ein großer Leistungsabfall ist die Folge. Zu großes Ventilspiel kann zur Folge haben, dass die Ventile zu früh schließen und sich dadurch die unter Druck stehenden Verbrennungsgase nicht rechtzeitig entspannen, was eine ungenügende Spülung des Zylinders von den Abgasen und schlechte Neubefüllung mit Frischgasen zur Folge hat. Dies hat ebenfalls sehr starken Leistungsverlust zur Folge
Einstellen des Ventilspiels 1- Die Sechskantmuttern (b) an der Kipphebeleinstellschrauben der beiden einzustellenden Ventile lösen.
des entsprechenden Zylinders geschlossen sein. Diesen Zustand erhalten die Ventile, wenn sich der jeweilige Zylinder am Ende des Verdichtungstaktes oder am Anfang des Arbeitstaktes befindet. Um diese Ventilstellung zu erreichen, dreht man den Motor so lange von Hand durch, bis sich beide Ventile gleichzeitig bewegen (Ventilüberschneidung). Wenn dies der Fall ist, muss der Motor weitere 360° Grad weitergedreht werden (eine Kurbelwellenumdrehung). Nun müssen die Ventile geschlossen sein. Dies lässt sich überprüfen, indem man die Stößelstange (c) von Hand drehen oder den Kipphebel minimal bewegen kann. Bei Mehrzylindermotoren muss das Spiel selbstverständlich an jedem einzelnen Zylinder eingestellt Bei einem 4-Zylinderreihenmotor wird Zylinder 1 eingestellt, wenn sich Zylinder 4 in der Ventilüberschneidung (VÜ) befindet (Zylinder 2 einstellbar bei VÜ von Zylinder 3) und umgekehrt (Zyl.1 VÜ ZylA einstellbar/Zyl.2 VÜ Zyl.3 einstellbar.) Bei 2- und 3-Zylindermotoren ist diese Reihenfolge nicht möglich!
Nach lösen der Kontermutter (b) kann das Ventilspiel (t) durch drehen der Einstellschraube (a) eingestellt werden. Dieter Rath |

